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Kapital steckt in den Köpfen der Mitarbeiter - Helmut Beyers GmbH erstellte Wissensbilanz

Im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes, das vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) koordiniert wird, hat die Helmut Beyers GmbH in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin, eine so genannte Wissensbilanz erstellt. Die Helmut Beyers GmbH, die mit 140 Mitarbeitern elektronische Produkte unter anderem für Industrie, Telekommunikation, Automobilbranche und Medizintechnik fertigt, ist eines von fünf kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland, die an diesem Pilotprojekt teilnehmen.

„Dass Wissen und Erfahrung der Mitarbeiter das größte und wertvollste Kapital des Unternehmens sind, gehört zu den Erkenntnissen, die gerne in Ansprachen und Broschüren bemüht werden.“ Die Helmut Beyers GmbH aus Mönchengladbach wollte sich mit Floskeln nicht zufrieden geben und ist mit der Wissensbilanz der Sache auf den Grund gegangen.

Um die hohen Anforderungen der Kunden zu erfüllen, hat die Helmut Beyers GmbH in den vergangenen Jahren in einen modernen Maschinenpark investiert und das Leistungsspektrum deutlich ausgebaut. Längst beschränkt sich das Unternehmen nicht mehr nur auf die Produktion und Bestückung von Bauteilen. Computergesteuerte Materialverwaltung, Funktionstests, die Komplettmontage von Baugruppen und auch die Fertigung kompletter Geräte inklusive Verpackung und Versand an den Endkunden gehören heute ebenso selbstverständlich zum Service.

Hinter der jetzt durchgeführten Wissensbilanz steht die Idee, dass sich der Wert des Unternehmens nicht nur im Finanzbericht und den Positionen der Bilanz widerspiegelt, sondern zu einem guten Teil in den Köpfen der Mitarbeiter steckt. Das intellektuelle Kapital kann für den wirtschaftlichen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit entscheidend sein. Denn Know-how und Innovationen tragen oft mehr zur Wertschöpfung bei als Maschinen, Gebäude und die Betriebsausstattung.
„Im Rahmen des Forschungsprojektes haben wir gelernt, unser immaterielles Vermögen schnell und kostengünstig zu erfassen, aufzubereiten und wichtigen Entscheidungsträgern zu vermitteln“, berichtet Wolfgang Beyers, der das 1985 gegründete Familienunternehmen in zweiter Generation führt. „Die Wissensbilanz versetzt uns in die Lage, auch unser intellektuelles KapitaI - wie die Motivation der Mitarbeiter, die Innovationsfreudigkeit des Unternehmens, die Organisation der Arbeitsstrukturen oder die Beziehungen zu Kunden und Lieferanten – darzustellen“, so der Geschäftsführer weiter.

Er ist sich sicher, dass sich die Analyse der immateriellen Werte des Unternehmens gelohnt hat und die Akquisition von Kunden, Partnern und neuen Mitarbeitern ebenso unterstützt, wie es die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital erleichtert.

Getreu dem Firmenslogan „Auf Dauer besser“ will die Helmut Beyers GmbH, die seit vielen Jahren enge Beziehungen zu Forschungseinrichtungen pflegt, die Methode der Wissensbilanzierung dauerhaft in das Managementsystem integrieren. Beyers will diese Methode zudem als Gradmesser für strategische Entscheidungen, wie zum Beispiel den Ausbau der Geschäftsfelder, nutzen. Damit die mit dem Projekt angestoßenen Entwicklungen nicht im Tagesgeschäft untergehen, wird eine Mitarbeiterin die mit der Wissensbilanzierung beschlossenen Maßnahmen weiterverfolgen und regelmäßig aktualisieren. Zu den ganz praktischen und kurzfristig umsetzbaren Ergebnissen der Analyse gehört die Entscheidung, in die Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter und das Intranetsystem des Unternehmens zu investieren.

„Wir sind sowohl von der Methode als auch von den Ergebnissen der Wissensbilanz überzeugt und können uns beim Team des Fraunhofer IPK nur für die vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit bedanken“, zieht Wolfgang Beyers ein positives Fazit des Projektes.
12.12.2007

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