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Wissensbilanz als Chance für den Mittelstand - Helmut Beyers GmbH, bundesweit eines von fünf Unternehmen, präsentiert in der Ideenwerkstatt Nordpark

Was sind die eigenen Mitarbeiter wert? Wo liegen die Schwächen und Stärken des Unternehmens? Wie lässt sich der Erfolg messen und vor allem steigern? Bislang erfassen nur wenige Unternehmen das „intellektuelle Kapital“ in ihrem Betrieb. Dabei ist die Bilanz der weichen Unternehmensfaktoren häufig genauso wichtig wie die der Finanzen. Gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen können Wissens- und Innovationsvorsprünge sowie ein effizienter Umgang mit dem Know-how der Mitarbeiter entscheidende Wettbewerbsvorteile bieten.

Deutschlandweit ließen im vergangen Jahr im Rahmen eines EU-Pilotprojektes fünf kleine und mittlere Unternehmen eine „Wissensbilanz“ erstellen – eines der Unternehmen ist die Mönchengladbacher Helmut Beyers GmbH. Koordiniert wird das Projekt vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin.

„Wir als mittelständisches Unternehmen sind immer an innovativen Methoden interessiert. Deshalb haben wir uns entschieden, mit Hilfe dieses Instrumentes unserem intellektuellen Kapital auf den Grund zu gehen“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Beyers, der das 1985 gegründete Familienunternehmen in zweiter Generation führt. Wie man eine solche Wissensbilanz erstellt und welchen Nutzen sie bietet, präsentiert der Unternehmer bei einem exklusiven „Werkstattgespräch“ am 8. Mai in der „ideenwerkstatt nordpark“. Als weiteren Referenten konnte die Helmut Beyers GmbH die Dresdner Bank gewinnen, um den Zusammenhang zwischen Wissensbilanz und Rating zu erläutern.

Gastgeber der Veranstaltung ist Dirk Classen, Geschäftsführer der Classen Design GmbH & Co. KG. „Die ‚ideenwerkstatt nordpark’ bietet den idealen Rahmen für interessante Gespräche und eine spannende Podiumsdiskussion“, verspricht Dirk Classen. „Die Ansicht, dass Wissen und Erfahrung der Mitarbeiter das größte und wertvollste Kapital des Unternehmens sind, wird oft bemüht. Aber die Helmut Beyers GmbH liefert durch die ‚Wissensbilanz’ nun empirisch belegte Fakten.“

Die Mönchengladbacher Helmut Beyers GmbH fertigt elektronische Produkte unter anderem für die Industrie, die Telekommunikation, die Automobilbranche und die Medizintechnik. Um die hohen Anforderungen der Kunden zu erfüllen, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren in einen modernen Maschinenpark investiert und das Leistungsspektrum deutlich ausgebaut. Längst beschränkt sich das Unternehmen nicht mehr nur auf die Produktion und Bestückung von Bauteilen. Computergesteuerte Materialverwaltung, Funktionstests, die Komplettmontage von Baugruppen und auch die Fertigung kompletter Geräte inklusive Verpackung und Versand an den Endkunden gehören heute ebenso zum Service.

Hinter der „Wissensbilanz“ steht die Idee, dass sich der Wert des Unternehmens nicht nur im Finanzbericht und Bilanzen widerspiegelt, sondern auch in der Motivation der Mitarbeiter, der Innovationsfreudigkeit des Unternehmens, den Arbeitsstrukturen oder in den Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. Das intellektuelle Kapital kann für den wirtschaftlichen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit entscheidend sein. Denn Know-how und Innovationen tragen oft mehr zur Wertschöpfung bei als Maschinen, Gebäude und Betriebsausstattung.

Wolfgang Beyers ist überzeugt, dass sich die Analyse der immateriellen Werte des Unternehmens gelohnt hat und die Akquisition von Kunden, Partnern und neuen Mitarbeitern ebenso unterstützt, wie es die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital erleichtert. Zu den kurzfristig umsetzbaren Ergebnissen der Analyse gehört die Entscheidung, in die Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter und das Intranetsystem des Unternehmens zu investieren. Getreu dem Firmenslogan „Auf Dauer besser“ will die Helmut Beyers GmbH, die seit Jahren enge Beziehungen zu Forschungseinrichtungen pflegt, die Methode der „Wissensbilanz“ dauerhaft in das Managementsystem integrieren. „Wir sind von der Methode und den Ergebnissen der Wissensbilanz absolut überzeugt“, resümiert Wolfgang Beyers. „Am 8. Mai nutzen wir die Gelegenheit, dieses gewonnene Wissen an andere Unternehmen weiterzugeben.“


30.04.2008

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